|
Saturday, June 25. 2005
Angesichts des momentanen Wetters, ist folgendes Gedicht recht passend:
Weltende
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei,
Und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.
Jakob van Hoddis
Sunday, June 19. 2005
Ich dachte, ich sehe nicht richtig, als nach der Einführungsrunde des heutigen Formel 1-Rennens plötzlich 14 (!) Wagen einfach zurück in die Box gefahren sind.
Ich hatte im Vorfeld nicht mitbekommen, dass der Reifenhersteller Michelin seinen Teams von einem Start abgeraten hat, weil man nicht die richtigen Reifen mitgebracht hatte und die vorhandenen fast unmittelbar zu platzen drohten ...
So kam es, dass die Ferraris einsam das Feld anführten und dann die Fahrzeuge von Jordan und Minardi (!!!) sich auf den Plätzen drei bis sechs einfanden.
Das Rennen war natürlich stink langweilig, weil absolut garnichts passiert ist - keine Überholmanöver, keine Ausfälle, lediglich ein paar Bierbüchsen auf der Fahrbahn, die die wütenen Fans dorthin geworfen hatten (wer kann es ihnen verdenken).
Lustig waren lediglich die Schuldzuweisungen, die erklären sollten, wie dieses einmalige Fiasko zustande gekommen ist.
Wenn das so weiter geht, dann ist die Formel 1 irgendwann überhaupt nicht mehr sehenswert.
Sunday, June 19. 2005
Eigentlich ist es schon ein wenig seltsam mit dieser Katze; sie ist fett, frisst den ganzen Tag, sie neigt gelegentlich zu Sadismus (armer Odie :'-( ) und mag keinen Schritt zu viel machen.
Aber trotzdem liebe ich sie!
Darum alles Gute, Garfield!
Wer wissen möchte, wie alles anfing, der sollte mal ein Blick in Jim Davis' Safe werfen. Nach einer Zeit von 27 Jahren (!) hat sich natürlich einiges geändert, aber zum Glück ist Garfield selber heute immer noch der Gleiche.
Saturday, June 18. 2005
So, folgendes Szenario: Jemand kommt auf mich zu, drückt mir eine Zahnbürste und Politur in die Hand und gibt mir den Auftrag, über 100 Meter Eisenbahnschiene blank zu polieren. Wie würde ich mich wohl verhalten ???
Ich lachte wohl erstmal lauthals los, schüttelte dann ungläubig den Kopf und erteilte demjeniegen, der mit dieser grandiosen Idee auf mich zu gekommen ist, eine Abfuhr.
Es scheint aber Menschen zu geben, die die Idee hervorragend finden und die Schiene tatsächlich auf Hochglanz bringen.
Okay, wahrscheinlich haben sie dies nicht mir einer Zahnbürste getan, sondern mit entsprechenden Schleif- und Politurmaschinen. Und sicher sind diese Leute selber auf die Idee gekommen, denn das Ganze soll Kunst sein. Abschließend wurden die Befestigungsschrauben der Schiene sogar noch mit goldfarbenen Kappen verziert.
Der U-Bahnhof Alexanderplatz ist bekannt dafür, dass dort immer wieder Kunstprojekte im öffentlichen Raum ausgestellt werden, so auch dieses, welches sich "Arbeiten am Gleisbett" nennt. Sieht auf jeden Fall interessant aus, wie sich die Schiene gegen den Schleier des Alltags abhebt.
Thursday, June 16. 2005
Heute war es endlich soweit, ich habe mir die Verfilmung des Anhalters angeschaut.
Und ich bin wirklich zu frieden mit dem Ergebnis.
Okay, es ist nicht das Buch, und soweit ich gehört habe, auch ein weites Stück von der ursprünglichen Hörspielfassung entfernt, aber auf jeden Fall sehenswert.
Zuschauer, die keine Ahnung von der Geschichte haben, sind stellenweise vielleicht etwas überfordert mit dem Humor, aber können sich trotzdem herrlich amüsieren.
Hopper hat noch ein paar Links zum Thema zusammengestellt.
Danke Douglas Adams für all die schönen Stunden.
Sunday, June 12. 2005
Wie, zu spät? Die K-Frage ist schon längst geklärt? Angie macht's?
Ach so! Nein, nicht diese K-Frage.
Bei mir geht es um das Thema Diät. Nicht, dass ich bzw. mein Adoniskörper dies nötig hätten, aber es ja schon immer wieder lustig, was man in diesem Zusammenhang erlebt.
Etwas, was ich besonders lustig finde, hat mit meiner übertriebenen Genauigkeit als angehendem Wissenschaftler, vielleicht aber auch einfach mit meiner Pingeligkeit und Besserwisserei zu tun. Ich habe vorhin Werbung gesehen, wo die X-te Pille für eine tolle Figur angepriesen wurde (natürlich nur mit Nachherbildern  ). Die Aussage lautete, dass man etwas über 600 Kalorien am Tag dadurch einsparen könne (also die der Körper nicht ansetzt). "Hmm ...", dachte ich mir, "wie war das noch gleich, ein TicTac hat doch schon bereits zwei Kilokalorien (= 2000 Kalorien) ..." .
Das heißt ja, dass ich durch Einnahme einer ekligen Pille, nicht mal ein halbes TicTac kompensieren kann. Da stimmt doch irgendetwas nicht! Wenn ich nur wüsste was?
Aber klar! Das K macht den Unterschied. Wenn jemand nicht die Abkürzung für Kilokalorien (kcal) benutzt, dann fällt das Kilo schnell mal unter den Tisch und plötzlich ändert sich die Angabe der Energiewerte um den Faktor 1000, weil man nur noch von Kalorien spricht!
Ist das so schlimm? Wahrscheinlich nicht - im Endeffekt ist diese Ungenauigkeit so in den allgemeinen Sprachgebrauch übergangen, dass es den meisten sowieso nicht auffällt, ob man nun über Kalorien oder Kilokalorien redet; ist einfach das Gleiche.
Und selbst TicTac macht dort keine Ausnahme:
Saturday, June 11. 2005
Ist ja schon ne tolle Sache, das Energiesparen. Der Anreiz dafür, dass gerade ich, als Otto-Normal-Verbraucher, Energie spare, ist meist nicht ökologischer, sondern ökonomischer Natur. Soll heißen, dass ich mir durch den Gebrauch von Energiesparlampen verspreche, dass mehr Geld im Portemonnaie bleibt, einmal dadurch, dass so eine Lampe einfach mal weniger Strom zieht und außerdem auch noch länger hält als eine gewöhnlich Glühlampe.
Insofern fand ich es schon etwas ärgerlich, als unsere Küchenlampe nun den Geist aufgegeben hat. Also flugs zum nahe gelegenen Supermarkt und eine neue besorgt. Dort sprangen mir dann auch gleich die Worte 6 Jahre Lebensdauer entgegen und ich dachte mir, dass das überhaupt nicht hinhaut (die Verschiedene hat es eher auf zwei Jahre gebracht???). Als ich dann etwas genauer hinsah, las ich, dass man die Lampe dann maximal drei Stunden am Tag anlassen darf. Hmm, okay, wenn ich die Lampe einfach liegen lasse und erst in zehn Jahren einschraube, dann ist die Lebenszeit auch wesentlich länger ...
Aber was soll's. Immerhin brauchen wir in der Küche viel Licht und da sind die 21 Watt der Energiesparlampe doch ein rechter Segen gegenüber 80 bis 100 Watt einer normalen Leuchte, die wir sonst benötigten.
So, nun noch ein paar abschließende Gedanken: Energie sparen ist auf jeden Fall gut, angesichts der Tatsache, dass fossile Brennstoffe nur im endliche Maße vorhanden sind (wieviel davon ist eine andere Frage  ) und regenerative Energieformen noch nicht die Ausbeute liefern, die wir für unsere Energie verschlingende Gesellschaft brauchen (ich sage nur Stand-by). Und zum Thema Atomkraft möge sich jeder seine eigene Gedanken machen.
Recycling ist auch ein interessantes Thema. Bezüglich der Rohstoffwiederverwertung macht es wahrscheinlich sogar Sinn. Aber der Energieaufwand (bzw. allgemein der Ressourcenaufwand), um diese Rohstoff zu reinigen und wieder als Ausgangsmaterial zu Verfügung zu stellen ist enorm (und ökologisch zu mindest fragwürdig).
Friday, June 10. 2005
Man könnte es als gewisses Hobby meinerseits betrachten, dass ich nach Wörtern der deutschen Sprache Ausschau halte, die ihren Weg in andere Sprachen gefunden haben.
Neben dem allbekannten Rucksack und Kindergarten habe ich bereits auch schon verboten und Gesundheit gefunden.
Heute hat ein fetter, oranger Kater das Wort Lederhosen in das Maul (oder seine Gedanken?) genommen.
Als gute Nachschlagemöglichkeit für englische Wörter kann ich die Seite der Technische Universität München empfehlen.
|
Kommentare