Nee, nicht ganz - und vorallem nicht ich!
Aber
Hopper und
Friedel haben jetzt den großen Sprung in die lokale Presse geschafft (die
Aufregung in der WG ist entsprechend).
Der
Artikel in der
BZ soll dem Otto-Normal-Internet-Surfer, also mir, näher bringen, wie jemand auf die irre Idee kommen kann, durch ein Blog sein Innerstes potenziell einem Milliardenpublikum zur Schau zu stellen.
Jedenfalls ist mir jetzt klar, nach dem Blick auf das entsprechende Foto, warum Hopper für jeden ein
strahlendes Lächeln parat hat.
Allerdings bin ich mir noch nicht ganz im klaren, ob ich jetzt wirklich das
Wieso verstehe, dass jemanden zu dieser Art des Exhibitionismus antreibt. Klar, Tagebücher schreiben viele, aber die meisten sind auch stinkesauer, wenn jemand anderes es liest.
Und die andere Frage, die ich mir stelle, ist, wieviel man wirklich von jemanden erfährt, in dem man solche Niederschriften sichtet. Auch wenn die BZ eher als geistiger Tiefschlag angesehen werden kann (ist meine ganz persönliche Meinung und keinesfalls auf Tatsachen begründet

), gibt es doch einen Satz, der zu denken geben sollte:
"Was andere nicht einmal ihren besten Freunden beichten, erzählt Robert der ganzen Welt.".
(
Robert ist ein anderer Blogger, der in diesem Zusammenhang von der BZ interviewt wurde.)
In wie weit bin ich wirklich ich, wenn ich im Internet meine Gedanke niederschreibe, oder genauer, in wie weit bin ich der Mensch, als der ich mich meinen Mitmenschen gegenüber im Alltag gebe. Die Anonymität, die zum großen Teil auch noch erhalten ist, wenn der Name oder sogar die Anschrift bekannt sind, reizt anscheinend doch, mehr als normal von sich Preis zu geben. Denn die meisten Leser werden mit den Daten sowieso nichts anfangen können, und wie man sonst ist, wissen sie erst recht nicht.
Also, lasst uns bloggen! Vielleicht werden wir noch
berühmt, indem wir einfach
sehr offen sind!
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