Neulich war mir ja ein Video untergekommen, in dem ein Haus mit einer erstaunlichen
Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet war.
Mittlerweile habe ich auf
Spiegel online gelesen, dass es dieses Haus so wirklich gab, und zwar schon im letzten Winter. Carson Williams, der Schöpfer dieser interessanten Performance, hatte sich eine Lichtorgel besorgt und die Lampen zu "Wizard in Winter" des Trans-Siberian Orchestra aufflackern lassen.
Nur mit seinen 15 Minuten Ruhm ist er anscheinend nicht ganz klar gekommen.
Oih, eine neue Kategorie: Ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, dem auffällt, dass bestimmte Errungenschaften zwar nützlich sein können, aber manchmal so ihre Macken haben.
Der Titel dieser Kategorie ist eine Referenz auf Aldous Huxleys gleichnamigen kritischen Blick in die Zukunft (ein absolut lesenswertes Buch übrigens).
Gestern durfte ich ein besonders eigensinniges Verhalten eines Fahrstuhls testen. Dieser befindet sich im Sprachenzentrum der Humboldt-Uni und ist empfehlenswert zu nutzen, da der Weg zu den Treppen erst ergründet werden muss.
Ich hatte mich in letzter Zeit schon gewundert, warum der Fahrstuhl immer nicht reagierte, wenn man das Knöpfchen gedrückt hat. Offensichtlich ist dieses kaputt, und genauso offensichtlich will keiner Geld dafür ausgeben, dass dieses schnell repariert wird. Aber es gibt einen Trick, wie man doch nach oben gelangt: Man drückt auf den Knopf, der nach unten führt!
Okay, dass ist nicht wirklich eine Offenbarung, aber diese Handlungsweise hat es in sich. Denn nachdem man nun endlich den Fahrstuhl betreten kann, muss man sich erstmal in Geduld üben. Wir erinnern uns: Ich will nach oben, habe aber nach unten gedrückt. Und der Fahrstuhl ist ja nicht doof, zumindestens das zweite weiß er, weshalb er jeden Versuch, eine obere Etage zu wählen mit einem Signalton quittiert, der andeutet, dass er mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden ist. Aber eine List bleibt noch (nein, nicht in den Keller fahren): Warten, bis sich die Türen schließen. Denn dann glaubt der Fahrstuhl anscheinend, dass sich der Rufende anders entschieden hätte (weil ja "nichts" passiert ist), und geht in einen neutralen Zustand über, der es einem plötzlich erlaubt, auch nach oben zu fahren. Super!
Neulich hatte ich noch ein anderes Erlebnis: Ich bin nach oben gefahren, mit der dritten Etage als Ziel. Jemand wollte noch in die fünfte. Und anstatt der Fahrstuhl die entsprechende Reihenfolge einhält, fährt er lieber erst nach oben, um mich danach wieder nach unten zu fahren.
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