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Saturday, July 22. 2006
Wenn jemand einen schönen Sonnenuntergang sehen möchte, dann denkt sie oder er wahrscheinlich daran, am Meer oder in den Bergen zu sitzen; jedenfalls wird die-/derjenige sicher ausschließen, dass man auch mitten in Berlin einen wunderbaren Übergang zur Nacht haben kann. Nachdem ich diese Woche in der Abendschau von der Modersohnbrücke gehört hatte, und dass sich dort allabendlich Sonnenanbeter und Verliebte einfinden, um den riesigen Feuerball auf seinem Weg hinter den Horizont zu begleiten, dachte ich mir, dass man sich das mal anschauen müsste.
Und was soll ich sagen, es tatsächlich ein besonderes Spektakel, welches sich lohnt, in voller Länge zu genießen. Und im Gegensatz zu mir, sollte man ruhig noch jemanden dabei haben.
Das Foto kann die Atmosphäre leider nicht ganz wiedergeben, aber es ist ein Indiz:
PS: Die S-Bahn-Fahrer scheint es zu gefallen, wenn man ihnen zuwinkt. Sie reagieren dann angenehm positiv, indem sie zurückwinken
Friday, July 21. 2006
In einer Wohnung zu wohnen bringt meist den Umstand mit sich, dass man eine große Nachbarschaft hat. Dort gibt es dann natürlich die unterschiedlichsten Leute, entweder kommt von irgendwo ein interessanter oder auch merkwürdiger Essensgeruch her, oder man lernt die unterschiedlichen Musikgeschmäcker kennen. Solange ein gewisses Maß dabei nicht überschritten wird und vorallem abends irgendwann Ruhe ist, lässt sich dagegen nicht viel sagen, es kann sogar interessant sein.
Gestern abend jedoch, hat ein Nachbar doch etwas mehr Aufmerksamkeit erregt, als ich bisher hier gewohnt war. Ursächlich war dafür, das eben jener direkt an meinem Balkon vorbeigelaufen ist:
Und dieser kleine Geselle hat sich wirklich Mühe gegeben, den Abend über ordentlich Lärm zu verbreiten. Nachdem er im nächsten Beet verschwunden war, hatte er anscheinend eine Aufgabe gefunden.
Ich weiß nicht genau, was er da getrieben hat, es klang eigentlich so, als ob er recht laut ein Möhre schnorbseln würde. Die Pflanzen haben zwar geraschelt, aber sind nicht verschwunden. Außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, ob er da alleine war, oder ob nicht Igelpärchen versucht hat, für Nachwuchs zu sorgen.
Friday, July 21. 2006
Die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen hat in einer Großstadt ja durchaus seine Reize. Ich will nicht generell behaupten, dass sie in irgendeiner Form schlecht seien, aber sie haben doch auch so ihre Macken. Grundsätzlich kann man in Berlin wohl recht zufrieden sein. Das man ewig braucht, um irgendwohin zu kommen, ist eher der Größe der Stadt geschuldet statt der schlechten Anbindungen. Und als Student kann ich mich mit meinem Semesterticket auch recht glücklich schätzen, zumal ich mein Fahrrad überall mitnehmen darf.
Aber es gibt natürlich auch Schattenseiten. Es gibt nur eine kurze Zeit im Jahr, in der das Klima in den Wagen von S-, U-, Straßenbahnen und Bussen einigermaßen erträglich ist. Sowie es kälter wird, wird die Heizung in den Wagen auf Äquator gestellt, da es ja kalt ist. Dummerweise denke die Fahrer nie daran, dass unsereins ja dem Wetter entsprechend gekleidet ist. Also schwitzt man sich nen Wolf, was für die Geruchsatmosphäre sehr interessant ist. Das passiert natürlich nur, wenn die Heizung funktioniert. Gerade bei den Freunden von der Deutschen Bahn passiert es deshäufigeren mal, dass ein S-Bahn-Wagon ein nettes Schildchen mit der Aufschrift "Wagen heizt nicht" bekommt. Wenn man dann regungslos die arktischen Kälten im Wagen versucht zu ertragen, freut man sich über jeden, der das andere Schild mit den Worten "Bei Kälte Tür bitte schließen" liest.
Und im Sommer ist es natürlich nicht besser. Kaum kommen die ersten Sonnenstrahlen hervor, muss natürlich die Klimaanlage eingeschaltet werden. Besonders in den Bussen ist dies zu beobachten. Der Fahrer stellt dann freundlicherweise die Stufe Sibierischer Dauerfrost ein, was dann zu leichten Schüttelattacken führen kann, weil man natürlich den Wintermantel vergessen hat (dabei sollte man es natürlich langsam wissen). Irgendwann wird es dann natürlich wärmer. Dies äußert sich darin, dass die Klimaanlage deutlich vernehmbar auf Hochtouren arbeitet, aber nicht die geringste Wirkung zeigt. Als Seiteneffekt ist die Luft in dem Gefährt, in dem man sich gerade befindet, sagen wir, recht angestrengt.
Richtig schön wird das Ganze aber natürlich erst dadurch, dass bei extremen Temperaturen Fahrzeuge ausfallen, bzw. andere Technik streikt. So wie gestern: Ich hatte mich entschlossen, ausnahmsweise nicht mit dem Fahrrad zu fahren, da dies bei den Temperaturen doch zu reichlich Wasserverlust führt, und bin also brav mit der S-Bahn nach Hause gefahren. Dummerweise hat sich am Bahnhof Ostkreuz die Technik verabschiedet, was bedeutet, dass sämtlich Bahnen dort im Stau standen und nur langsam nach und nach abgefertigt werden konnten. Hatte ich schon erwähnt, dass die Luft in den Wagons steht, vorallem, wenn die Bahn nur langsam oder garnicht fährt? Und das mit dem Gewächshauseffekt dank der großzügig bemessenen Fensterscheiben? Man hat den Leuten angesehen, wie warm es war - gefühlt Sauna, wahrscheinlich war es aber noch schlimmer.
Ich war froh, als ich endlich aus der Bahn rauskam und "nur noch" über 35 Grad im Schatten ertragen musste.
Monday, July 17. 2006
Es ist wirklich schön zu sehen, wie sich die drei winzigen Keime immer weiter entwickeln und mittlerweile doch ordentlich was im Topf zu erkennen ist. Ich denke, jetzt sollten es die kleinen Pflänzchen gut schaffen, inshallah. Andere Samen werden sich wohl nicht dazu durchringen können, noch hinterher zu sprießen; dafür ist jetzt doch schon ziemlich viel Zeit vergangen. Aber man freut sich ja über das, was man hat:
Und auch mein wunderbarer Cyperus Haspan gedeiht prächtig. Anscheinend haben beide Pflanzenteile die Separierung ohne größere Schäden überstanden. Eine ist schon wieder dabei, den Topf zu wuchern zu lassen. Ein Trieb ist jetzt aufgegangen (auf dem letzten Bild rechts) und es kommen schon weitere nach (gleiches Bild in der Mitte):
Thursday, July 13. 2006
Der heutige Tag bestand hauptsächlich aus Verwunderung darüber, was ein Stromausfall so alles anrichten kann. Man könnte ja davon ausgehen, dass jemand nach so einem Vorfall mal schaut, ob alles wieder ordentlich angesprungen ist. So zum Beispiel die Klimaanlage im großen Hörsaal. Aber offensichtlich, ist sowas zu banal, weshalb die heutig Ringvorlesung bei netten, schwülen 28 Grad statt fand. Zum Glück war die Veranstaltung nur spärlich besucht, sonst hätte man wahrscheinlich irgendwann den Freitod gewählt ...
Aber was Lustiges hab ich dann auch noch gesehen, so eher zufällig. Wir haben neuerdings ein Schwarzes Brett, an dem unter anderem Wohngelegenheiten angeboten werden:
Und dort habe ich dann auch gleich eine besonders günstige Studentenbude entdeckt. Mit meinem Nebenjob, könnte ich die locker bezahlen
Monday, July 10. 2006
Es ist ja doch manchmal erstaunlich, was im nahegelegenen Supermarkt so über die Lautsprecher dröhnt. Heute war ich angenehm überrascht, als ich plötzlich For the price of a cup of tea der schottischen Band Belle & Sebastian hörte.
Man muss dazu sagen, dass diese Gruppe im deutschen Radio eher stiefmütterlich behandelt wird, und somit kaum zu hören ist. Das machte es natürlich um so überraschender, sie ausgerechnet in dieser Konsumumgebung zu hören. Hat mich trotzdem gefreut
Monday, July 10. 2006
Ich habe ja wirklich Angst gehabt, dass die Samen nichts werden, und auch Wochen später im Topf nur nasse Erde zu sehen sein wird. Zum Glück ist es anders gekommen. Mittlerweile kann man drei (!) schon recht kräftige grüne Triebe erkennen. Ich hoffe mal, dass es so weitergeht.
[UPDATE]
An Tag 10 meines kleinen Experimentes habe ich auch ein Fotos meines wunderschönen Cyperus Haspan gezeigt. Da er sich anscheinend ganz wohl fühlt bei mir, war es Zeit etwas gegen die unkontrollierte Wucherung zu unternehmen. Ich habe also versucht, die Pflanzen vorsichtig zu teilen, ohne allzu viel kaputt zu machen. Ob es mir gelungen ist, wird sich leider erst später zeigen, aber Daumen drücken 
Ein Stengel ist mir leider doch abgebrochen, aber der treibt vielleicht neu aus.
Monday, July 3. 2006
Als ich heute vormittag in meinen kleines Töpfchen schaute, wollte ich es kaum glauben. Aber es hat sich tatsächlich etwas getan - UNFASSBAR. Die ersten beiden Samen sind gekeimt und es sind zwei kleine unscheinbare grüne Halme zu erkennen! Ich hoffe, dass sich noch ein paar mehr Samen zu diesem Schritt entschließen und vorallem, dass dies tatsächlich Sumpfgras ist und nicht irgendein Kraut, was da noch in der Erde steckte.
Da mein Fotoknipser leider keine allzu guten Nahaufnahmen macht, habe ich die beiden grünen Sprosse rot umrandet, damit man wenigstens was erahnen kann. (Aber mit ein wenig Glück, kann ich bald formatfüllende Aufnahmen machen  ).
PS: Mein wunderbarer Cyperus Haspan hält sich prächtig. Er säuft aber wie ein Loch!
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