... dann kann er nicht nur was erleben, sondern will vor allem gemütlich ankommen - gerade wenn man sich als Transportmittel die Bahn gewählt hat.
Am letzten Samstag sollte es zu einem Tagesaufflug nach Karlsruhe gehen (liegt ja gleich bei Berlin
). Damit die Zeit möglichst effektiv genutzt werden konnte, hieß die Parole: Nachts fahren. Und dafür gibt es bei der Bahn nicht nur normale IC(E)s, die auch zu nachtschlafender Stunde die Republik durchkreuzen, sondern noch besser Nachtzüge.
In einem dieser saß ich mit ein paar Freunden, das Etappenziel hieß Fulda. Gerade da man in Nachtzügen Schlafsitze reservieren (was die Eumel bei der Bahn auch glatt erstmal verpeilt hatten, obwohl es eine Zwangsreservierung ist) muss, könnte man davon ausgehen, dass die Fahrt relativ entspannt und zuallererst in schlafendem Zustand verbracht würde. Gut, sechs Personen im Abteil lassen das Ganze schon mal etwas eng werden, gerade wenn man wie ich recht lange Beine hat. Aber es sind schließlich Sitze, nirgends stand etwas von ausstrecken ... Nun denn, auch im Sitzen kann man schlafen; einfach den Kopf nach hinten gelehnt, am besten auch an die seitliche Kopfstütze und dann einfach entspannen, der Rest kommt von allein. Doch halt, irgendwie klappt das mit dem Seitenhalt nicht so recht ... Wieso gibt es in Sitzen, die zum Schlafen gedacht sind, keine vernünftigen Sesselohren???
Jedenfalls verbrachte ich die fünfstündige Fahrt damit, irgendwie doch ein wenig Halt zu finden, aufgestützt auf dem Arm, etwas abgesackt im Sitz, oder doch noch mal den nicht vorhandenen Seitenhalt probierend. Wirklich geschlafen habe ich dabei nicht.
Warum sich sowas Nachtzug nennen darf, wissen wohl nur die Götter ...
Übrigens, von Fulda nach Frankfurt ging es im Regionalzug, da haben wir einfach jeder zwei Sitze okkupiert und wir konnten prima Schlafen. Genauso gut klappen auch normale ICEs.
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